Unternehmerreise NRW-Automotive: Innovationen und Kooperationen in den Niederlanden

Datum
19.03.2019 - 21.03.2019
Ganztägig

Ansprechpartner
Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen
Frank Herrmann
02331 390-220
hermann@hagen.ihk.de


Teile-Hersteller stark in Nischen

Die Produktion von Kfz-Teilen spielt eine deutlich größereRolle als die Kfz-Herstellung. Deutschland ist mit einem Anteil von rund 40 Prozent an den Exporten der größte Bezieher. Außerdem werden britische Lieferanten durch den Brexit und damit höheren Preisen und längeren Lieferzeiten Marktanteile verlieren und niederländische Kunden sich gezwungen sehen, neue Bezugsquellen zu erschließen. Deutsche Autos bestehen zu 25 Prozent aus niederländischen Bauteilen. Hierzu zählen u. a. Mikrochips, Leichtbau, Bremssysteme oder Getriebe. Viele niederländische Industriesegmente, von Chemie über Elektrotechnik und Metall zu Gummi- und Kunststoff, beliefern zudem die Kfz-Industrie. Die Automobilzulieferindustrie verbuchte in 2017 einen Rekordumsatz von fast 12 Mrd. Euro. Dem Dachverband der Zulieferindustrie NEVAT gehören etwa 180 Mitglieder an. Über 25.000 Menschen arbeiten in der Fahrzeug- und Kfz-Teileproduktion.

Größter Lkw-Produzent der Welt

Die Kfz-Industrie befindet sich in den Niederlanden im Aufschwung. Das Produktionswachstum lag 2017 bei 20 Prozent. Impulse kommen von der Serienfertigung. Die Serienproduktion von Pkw in den Niederlanden besteht nur aus dem Ausstoß des VDL-Nedcar-Werkes in Born. Seit 2014 produziert die BMW Group hier verschiedene Modelle des MINI. Im August 2017 rollte auch der erste BMW X1 vom Band. Somit produziert BMW in dem Werk aktuell vier Modelle. Die Anbieter Donkervoort und Spyker stellen Sportwagen in Kleinserien her.

Die Niederlande stellen zudem 75.000 Lastkraftwagen pro Jahr her, was sie zu einem der größten LKW-Produzenten der Welt macht. Schwere LKW montiert DAF Trucks in Eindhoven, Ginaf in Veenendaal sowie Scania in Zwolle. Der führende Produzent DAF erhöhte seine Produktion im September 2017 von 192 auf 198 Einheiten pro Tag. Busse der VDL-Gruppe werden an den Standorten Heerenveen, Valkenswaard und Venlo gebaut. Der Bereich Spezialfahrzeuge ist vielfältig und besteht schwerpunktmäßig aus kleinen und mittelständischen Unternehmen. Diese bauen oder importieren vor allem Anhänger und Auflieger, Busse sowie Reinigungsfahrzeuge.

Unternehmerreise Niederlande-Automotive

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen bietet zusammen mit NRW.International, ProduktionNRW, car e. V. Aachen, der Deutsch-Niederländischen Handelskammer und dem AutomotiveNetzwerk Südwestfalen vom 19. bis 21. März 2019 eine Unternehmerreise für Automobilzulieferer, Maschinenbauer, Händler und industrienahe Dienstleister an.

Auch wenn man schon auf dem niederländischen Markt vertreten ist, kann sich die Teilnahme an der Reise lohnen. Betriebsbesuche und Gespräche mit Geschäftsleitung und Einkauf von niederländischen Automobilzulieferern (abhängig von den Interessen der Teilnehmer) sowie der Austausch mit Branchenexperten und Automobilclustern bieten einen Einblick in die Beschaffungsstrukturen der Unternehmen vor Ort. Netzwerkveranstaltungen ermöglichen erste Kontakte zu potenziellen Vertriebs- und Kooperationspartnern oder Kunden.

Teilnahmekosten und Reiseorganisation

Der Preis für die Teilnahme am Gesamtprogramm der Unternehmerreise Niederlande-Automotive beträgt 500,00 Euro (zzgl. MwSt.). Für eine zweite Person aus einem Unternehmen fallen 250,00 Euro (zzgl. MwSt.) an. Hierin enthalten sind die umseitig genannten Programmpunkte sowie die gemeinsamen Transfers. Die Kosten für An- und Abreise, individuelle und gemeinsame Mahlzeiten sowie Übernachtungen trägt jeder Teilnehmer selbst. Auf Wunsch erhalten die Teilnehmer Unterstützung bei der individuellen Organisation der Reiselogistik.

Anmeldeschluss ist der 1. Dezember 2018. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen.

Weitere Details finden Sie im Flyer (pdf) zur Unternehmerreise und auf der Veranstaltungsseite.